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Aktualisiert am:
27. März 2009
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Clicker-Training |
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Hier bin ich
bei der Clicker-Übung "Gegenstand halten" |
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Kurzbeschreibung zum Clicker-Training |
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Der
Clicker muss für den Hund folgende Bedeutung erhalten: "Das hast du gut
gemacht, dafür gibt's eine Belohnung". Damit der Hund so schnell wie möglich
kombinieren kann, muss folgende Reihenfolge unbedingt eingehalten werden: erst
Click > dann Futter (click and treat = C&T). Versuche in einem Zimmer
ohne Ablenkung in einem kurzen Zeitraum C&T ca. 10 - 15 mal zu wiederholen.
Clicke dann einmal wenn er gerade wegschaut - wenn er sofort zu dir oder aufs
Futter schaut, hat er C&T verknüpft. Wenn er noch nicht reagiert, übe
später noch mal wie oben beschrieben. Überprüfe dein Timing immer
wieder: erst Click > dann Futter! Zeitraum dazwischen: 0-1 Sekunde. |
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Futter
richtig eingesetzt
Der Clicker funktioniert nicht nur mit Futter. Aber er funktioniert mit
Futter am zuverlässigsten und ist so am einfachsten zu lernen und anzuwenden.
Deshalb empfehlen wir zum Start mit Futter zu arbeiten. Später kann als
Belohnung nach dem Click auch Spiel oder Lob folgen, oder Streicheleinheiten
oder zusammen rennen oder schnüffeln lassen oder ... frag deinen Hund, was
noch! Damit das mit dem Futter aber gut funktioniert, gibt es einige Regeln: |
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Benutze
Futterhäppchen, die dein Hund wirklich gerne mag und die er schnell
runterschlucken kann. Wenn er noch kauen muss, lenkt das zu lange ab. Benutze
kleine Häppchen - gut möglich dass du für eine Clicker-Übung 10 - 20 Stückchen
brauchst. |
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Bis
der Hund C&T gewöhnt ist, fuchtle nicht mit dem Futter vor seiner Nase rum
- das lenkt nur ab. Und benutze vorläufig keine Knistersäcklein! |
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Wenn
dein Hund nur die Futterhand anstarrt, halte die Hand mit dem Futter hinter den
Rücken oder stell eine Dose mit Futter auf einen Tisch, und nimm erst nach dem
Click ein Stück aus der Dose. Übe das Watch-me-game (siehe weiter unten).
C&T gibt's aber nur, wenn der Hund in dein Gesicht schaut, und nicht auf die
Hände. Du kannst die Distanz zum Tisch auch ruhig etwas vergrössern, damit der
Hund sich auf dich und nicht auf die Futterdose konzentriert. So lernt der Hund,
dass er sich nicht um die Belohnung kümmern muss - vor dem Click gibt's eh
nicht's und nach dem Click kommt s'Leckerchen bestimmt. |
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Wenn
dein Hund vor lauter Futter nicht mehr denken kann (solls geben), dann gib ihm
erst einen Teil seiner üblichen Futterration und clicke danach mit ihm |
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Wenn
dein Hund zu wenig aktiv ist, clicke mit ihm kurz vor seiner Fütterungszeit. |
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Erste
Übung
Dein Hund weiss, was Click bedeutet? Dann wähle als erste Übung eine
einfache Aufgabe aus, die dein Hund noch nie geübt hat. Da diese Methode sowohl
für dich, wie auch für deinen Hund völlig neu ist, empfehlen wir dringend,
noch nicht mit herkömmlich Gelerntem zu mischen. Ziel dieser ersten, einfachen
Übungen ist, dass der Hund lernt: "Ob Chef clickt, oder nicht, ist von
meinem Verhalten abhängig". Nachfolgend zwei Beispiele für gute Startübungen: |
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Target-stick
(ideal für Hunde die aktiviert werden müssen)
Rüste dich mit Clicker, Futter und einem Stab mit Markierung (z. B. weisses
Klebeband) an einem Ende aus. Ruf deinen Hund. Nun hältst du den Stab so hin,
dass der Hund darauf aufmerksam wird, und mit der Nase daran riechen möchte.
Die weisse Markierung ist als Orientierung für den Hund bestimmt. Wenn er berührt
> C&T. Stab wieder hinhalten, er berührt > C&T. Halte den Stab
immer ein wenig anders hin. Mal links, mal rechts, etwas höher, etwas tiefer
oder auch mal etwas weiter weg, so dass der Hund einige Schritte gehen muss.
Halte den Stab während der Belohnung hinter den Rücken. Wenn der Hund an dem
Stab partout kein Interesse zeigen will, mach ihn interessant, indem du etwas
Wurst daran schmierst. Geniesse den Augenblick, wenn der Hund begreift, was er
soll: Der Hund steht da und fixiert die Futterhand, dann den Clicker, den Stab,
die Hand - und dann machts bei ihm "Klick" ! Ein köstlicher
Augenblick, wenn er - je nach Hund überschäumend oder vorsichtig -
zum ersten Mal bewusst und nicht mehr zufällig den Stab berührt! Diese
Leistung ist gleich "ein ganzes Hämpfeli Gutzis und ein Freudentanz"
(=Jackpot) wert!
Diese Übung kann später den Anfang für viele komplexe Aufgaben bilden (Voran,
Vorsitzen, Fuss-gehen, Agility-Geräte anlernen usw.) |
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Watch-me-game
(ideal für ablenkbare, zappelige Hunde)
Stelle Clicker und Futter bereit und ruf deinen Hund (wenn er nicht schon da
steht). Als Einleitung gibst du ihm 2 "gratis"-C&T. Danach clickst
du nur noch, wenn dein Hund dich anschaut. Also: Hund guckt zu dir > Click
> Futter, Hund guckt noch mal C&T usw. Ganz langsam steigerst du die Länge
des Guck's: für 1 Sekunde C&T, dann für 2 Sek. C&T, für 3 .... dann
wieder mal für 1 Sek. Auf keinen Fall mit Geräuschen oder gar Befehlen den
Hund zum ansehen bringen! |
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Reden
ist Silber - Schweigen ist Gold
"Welchen Befehl soll ich meinem Hund denn geben?"
Diese Frage liegt jetzt den meisten auf der Zunge. KEINEN! Wozu auch? Er kennt
ja noch keinen Befehl für diese neue Übung.
"Aha, dann ist der Clicker der Befehl!"
NEIN, ist er nicht! Er ertönt ja erst, nachdem
der Hund etwas richtig gemacht hat. |
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Der
Clicker ist nie ein Befehl oder ein Aufmerksamkeitsgeräusch! |
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Wir
sagen zum Hund wenn wir Clickern am besten gar nichts. Dafür können wir das
Umfeld so gestalten, dass er fast nur richtig reagieren kann. Dabei ist
Animieren, Motivieren, Locken und Warten erlaubt. Berühren dagegen ist nicht
empfehlenswert, da jede Berührung den Hund stören und ablenken kann. |
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Hör-
und Sichtzeichen
Wann also führt man das Hör- oder Sichtzeichen ein? Wenn der Hund ca. 30 -
50 Mal, zu verschiedenen Zeiten, an verschiedenen Orten das gewünschte
Verhalten zeigt (wenn ich das Umfeld entsprechend gestalte). Und wenn ich mein
Vermögen darauf wette, dass mein Hund in der nächsten Sekunde ...... macht.
Dann sag ich das Signal, das ich später einsetzen möchte. Ich als Trainer bin
also verantwortlich für das richtige Timing: Signal > Verhalten >
C&T. (Für Zuschauer sieht's genauso aus, wie wenn der Hund das Signal
befolgen würde.) Nach 20 - 30 Wiederholungen über mehrere Clicker-Übungseinheiten
sollte der Hund unser Signal mit seinem Verhalten verknüpft haben. Nun muss er
noch lernen, dass dieses Verhalten ohne Signal nicht mehr bestärkt wird. Wir
beginnen die Übung wie bisher mit Signal > Verhalten > C&T. Nach 2 -
3 Wiederholungen sagen wir einfach nichts. Der Hund wird trotzdem das Verhalten
zeigen, aber wir clicken nicht. Vielleicht versucht er es nochmals, oder er
versucht etwas anderes. Pech gehabt, gibt keinen Click! Irgendwann steht er da
und schaut uns fragend an - jetzt ist der Moment gekommen, um das Signal
auszusprechen > der Hund führt es aus > C&Jackpot! Wenn der Hund auf
das Signal das Verhalten nicht ausführt, dann sind wir wieder einmal zu schnell
vorwärts gegangen. Also einen Schritt zurück und weiterüben! |
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BALANCEHundeausbildung, Winterthur - Stand 02.08.2002 |
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